2018: Jungschützen-Winterspiele

Als der diesjährige Rosenmontagszug gegen 15 Uhr die Plattenstraße hinunter fuhr, hatte wohl niemand gedacht, wie nah das Motto der Jungschützengruppe an der Realität sein könnte. Die jugendliche Bruderschaftstruppe hatte beim letztjährigen Tag der Jungschützen das Motto „Winterspiele“ gewählt. Sehr passend, denn es fanden während der Karnevalstage auch die aus deutscher Sicht sehr erfolgreichen Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang statt. Doch auch aus wettertechnischer Sicht passte das Motto perfekt, denn ausgerechnet während des Karnevalsumzugs kam von Westen ein schwerer Schneeschauer mit Blitz und Donner hereingezogen. Der Zug versank im Schneegestöber und der Schneeräumer, den Volker Sörgel an der Spitze der Jungschützengruppe fuhr, wirkte plötzlich sehr realitätsnah.

Die Jungschützen ließen sich von den Wetterkapriolen nicht verunsichern und brachten trotzdem zielsicher ihre Kamelle unters bibbernde Volk am Straßenrand. Sie hatten sich wettergerecht eingepackt und waren mit Trikots, Wintermützen, Helmen und Skibrillen perfekt auf das Wetter eingestellt. Nur Bernd Hansen und Stefan Stepprath, die als Eiskunstlaufprinzessinnen in rosa Tutus mitzogen, wirkten nach einigen Metern doch arg eingeschneit.

Beim Rückweg in Richtung Dorfmitte klarte sich der Himmel dann auch wieder vollständig auf und die Jungschützen konnten im Sonnenschein ihre tolle Verkleidungen präsentieren und mit viel „Wanlo Helau!“ durch den Ort ziehen. Die frisch gespurte Straße kam dann auch Bernd Wienands zugute, der den Viererbob zielsicher durch Wanlos Straßen steuerte.

 


 

2017: Jungschützen machen Zirkus

 

Im letzten Jahr standen die Jungschützen mit ihrem „Jungschützen-Dreigestirn“ sowie dem dafür konzipierten Wagen als „Prinzengarde“ noch im Mittelpunkt des karnevalistischem Geschehens in Wanlo, als sie dem Sturm trotzten, der anderswo die Rosenmontagszüge zum Ausfallen brachte. In diesem Jahr stand die KG „Wanloer Ströpp“ hingegen vollständig im Mittelpunkt, da sie ihr 111-jähriges Bestehen feierte und mit den einzelnen Garden sowie dem Kinderprinzenpaar eigene Highlights des Zuges auf die Beine gestellt hatte.

Die Jungschützen brauchten sich aber auch nicht zu verstecken, schließlich zeigten sie die bei weitem kreativste Kostümierung einer Fußgruppe. Unter dem Motto „Jungschützen machen Zirkus“ zogen sie mit ihrem eigenen Zirkuszelt durch den Ort. Angeführt von „Zirkusdirektor“ Volker Sörgel und dem lebendigen Kassenhäuschen Stefan Stepprath präsentierten sich die Jungschützen und ihre Eltern als wahre Attraktionen in einer bunten Manege. Mit vielen wilden Tieren, bunt kostümierten Clowns und einigen „Muskelmännern“ boten sie ein wahrlich prachtvolles Bild, das sowohl den dargestellten Zirkus als auch die Vielseitigkeit des Karneval passend wiedergab.

 



 

2016: Jungschützen stellen das Kinderdreigestirn

 

 

Geistesblitze auf Herrensitzungen sind eigentlich so eine Sache. Meistens betreffen sie das nächste Getränk, den eigenen Beziehungsstatus oder den richtigen Weg nach Hause. Anders bei der Herrensitzung 2015 in Hardt: Beim Durchblättern des Hardter Festheftes las Jugendwart Stefan Stepprath einen Beitrag zum Thema Jugendarbeit und hatte plötzlich jenen Geistesblitz. Ein Kinderdreigestirn für Wanlo. Gestellt von den Jungschützen. In der Folge wuchs der Geistesblitz zu einer Idee und diese fand immer mehr Befürworter – bei den Eltern, bei den Vereinsvorständen und letztlich auch bei den Kindern selbst. Grundlage der Idee waren drei Überlegungen: Zunächst sollte jedem Kind durch dieses Projekt ermöglicht werden, Teil eines Kinderdreigestirns zu sein. Gleichzeitig stellte das Projekt die Verbundenheit von Sommer- und Winterbrauchtum in Wanlo sowie das im nächsten Jahr anstehende 111-jährige Bestehen der KG „Wanloer Ströpp“ in den Vordergrund.

Und so kam es im April 2015 zur Frage, wer das Jungschützen-Dreigestirn bilden sollte. Die Jungschützen hatten die Wahl zwischen einem Schießwettbewerb, einem Wahlkampf mit Nominierung oder einem Losverfahren, für das sich die Kinder letztlich entschieden. Bei diesem Losverfahren wurden Kilian Keuter als Prinz, Hanna Bihn als Bäuerin und Karolin Keuter als Jungfrau gezogen. Letztere feierte an diesem Tag ihren Geburtstag und wurde folglich mit „Happy Birthday, liebe Jungfrau!“ beglückwünscht. Zum Schützenfest im Vorjahr wurden die drei erstmals offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt und auch erste Sammlungen für die Finanzierung des Projektes durchgeführt.

Die Gruppe der Jungschützen stieg nun gemeinsam mit ihren Eltern und dem Betreuerteam in die Vorbereitungen ein. Beim Zeltausflug in Belgien entschied sich die Truppe für einen Karnevalswagen unter dem Motto „Super Mario World“, der angesichts des Jungschützen-Dreigestirns weitaus auffälliger und größer gestaltet werden sollte als die Jungschützen-Wagen der Vorjahre. Ab diesem Zeitpunkt begann für die Gruppe der Stress. Stefan Stepprath erinnert sich: „Wir hatten keine ruhige Minute mehr. Seit September haben wir jeden Samstag am Wagen gebaut. Insgesamt wurden 1.500 Arbeitsstunden da rein gesteckt.“ Volker Sörgel als technischer Konstrukteur und Brigitta Settels als Designerin der Motive konnten sich dabei besonders auszeichnen. Mehrere Eltern, die bisher nur in zweiter Reihe in Erscheinung traten, fühlten sich durch die Herausforderung Wagenbau angesprochen und arbeiteten fleißig mit, so dass eine feste Gemeinschaft entstand. Aber auch die Kinder wurden in die Arbeit integriert. Viele sind an den Aufgaben gewachsen und konnten sich handwerklich auszeichnen.

Gleichzeitig begannen die Vorbereitungen der Proklamation zum Sessionsauftakt im November. Raphaela Weber von der KG „Wanloer Ströpp“ nähte die kompletten Ornate der drei Jungschützen in Eigenarbeit und stellte damit nochmals unter Beweis, mit wie viel Herzblut sie die Jugendarbeit in Wanlo nun schon seit Jahren betreibt. Doch es kam auch zu unerwarteten Problemen: Da die Mehrzweckhalle, in der die Proklamation stattfinden sollte, kurzzeitig zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut wurde, musste das Event ins Rittergut Wildenrath verlegt werden. Dort teilten sich die Bruderschaft, Förderverein und die Karnevalsgesellschaft die Arbeit und die Kosten. Das Jungschützen-Dreigestirn mitsamt seiner Garde aus zwei Vereinen geriet durch die Proklamation in den Fokus der Aufmerksamkeit. MKV-Präsident Bernd Gothe lud die Kinder noch bei der Proklamation zum Veilchendienstagszug nach Mönchengladbach ein – für Kilian, Karolin und Hanna folgten unter anderem Interviews und Auftritte beim Lokalfernsehen.

Die Session bestand für das Jungschützen-Dreigestirn aus Auftritten in Venrath, Wickrath und Hardt, wobei der Rosenmontagszug in Wanlo das Highlight darstellte. Erstmals wurde der „Super Mario“-Prinzenwagen, der unter Einhaltung enorm vieler Auflagen und Abnahmeprüfungen konstruiert worden war, aus der Werkhalle gefahren und zugtauglich gemacht. Doch dann drohte ein gewaltiges Sturmtief den Wanloern einen großen Strich durch die Rechnung zu machen. Während in Düsseldorf, Mainz und anderen Fastnachtshochburgen die Züge abgesagt wurden, war auch die lokale Polizei kurz davor, den Wanloer Rosenmontagszug zu streichen. „Zum Glück hatte die Karnevalsgesellschaft den Mut, es doch zu machen“, resümiert Stefan Stepprath heute. Denn direkt zu Beginn des Zuges kam die Sonne raus und ein windiger, aber toller Umzug gelang. Über 40 als „Super Mario“ verkleidete Jungschützen und Eltern umgaben einen riesigen Wagen, der mit Grafiken und Symbolen aus der bunten „Super Mario“-Welt verziert worden war. Die Ankündigung des Wagens bestand hingegen – ganz traditionell – aus einem mit tausenden Papierkügelchen gefertigten Schild, das die Logos der KG und der Jungschützen zeigte.

Am Veilchendienstag waren das Jungschützen-Dreigestirn und seine aus Eltern, Gardetänzern und Jungschützen bestehende Abordnung erneut im Einsatz, diesmal in Mönchengladbach. Trotz des regnerischen Wetters war es für alle ein sehr tolles Erlebnis, sogar die Kalkulation für die Kamelle ging so gerade auf. Spätestens bei diesem Termin manifestierte sich die Ursprungsidee des Jungschützen-Dreigestirns, das Sommer- und Winterbrauchtum durch gemeinsame Erlebnisse und Spaß verbinden sollte. Zwischen den Jungschützen und den Kindern und Jugendlichen der Tanzgarde entwickelten sich viele Freundschaften und für viele ergab sich ein weitreichender Blick über den institutionellen Tellerrand. Auch Prinz Kilian, Bäuerin Hanna und Jungfrau Karolin konnten durch die Session profitieren. Sie entwickelten enorme Professionalität, ein Gespür für Bühnenpräsenz und zeigten eine beeindruckende Leistung als Team.

All dies feierten die am Wagenbau und der Session beteiligten Eltern und Kinder eine Woche nach Karneval in einer großen Aftershowparty im Pfarrheim. Auch hier kamen wieder viele engagierte Leute zusammen und feierten den Wert der Tradition und der Gemeinschaft im Dorf. Als große Überraschung traten schließlich die Jungschützen gemeinsam mit der Tanzgarde auf und führten den Gardetanz vor. In diesem Moment hatten sich Sommer- und Winterbrauchtum vollends getroffen. Und ein Geistesblitz hatte Früchte getragen.

 


 

 

2015: Jungschützen treffen immer ins Schwarze

 

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Unter dem Motto "Jungschützen treffen immer ins Schwarze" zogen die Jüngsten der Bruderschaft Wanlo beim traditionellen Rosenmontagszug 2015 durch das Dorf. Wie im Vorjahr bildeten sie bei traumhaften Wetterbedingungen die Spitze des Zuges. Der aufwändig gestaltete und liebevoll verzierte "Robin-Hood"-Mottowagen der Jungschützen brachte einen Hauch von Sherwood Forest in den Mönchengladbacher Süden.

 


 

 

2014:  Jungschützen sind als Gärtner spitze

 

 

Die Jungschützen und ihre Eltern bildeten mit knapp 50 Teilnehmern wieder die größte Wanloer Fußgruppe im Rosenmontagszug 2014. Verkleidet als Gärtner und mit einem detailreich verzierten Wagen zogen sie erstmals an der Spitze des Wanloer Rosenmontagszugs und brachten Kamelle, Strüßjer und Spielzeug unter die jubelnde Menge am Straßenrand. Abermals spielte das Wetter perfekt mit. Dreimal "Wanlo Helau!" auf diesen schönen Tag!

 

  

 


 

 2013: Jungschützen reisen ins Mittelalter

 

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 Dass sich viele Bruderschaftler sowohl im Sommer- wie im Winterbrauchtum zuhause fühlen, konnte man beim diesjährigen Wanloer Rosenmontagszug wieder bestaunen. Neben den Jecken der KG "Wanloer Ströpp" zogen wieder einige Schützen der Bruderschaft im traditionellen Zug mit. Die Jungschützen stellten zusammen mit ihren Eltern erneut die größte Gruppe im ganzen Zug; etwa 50 "jecke Schützen" wurden in dieser Gruppe gezählt. Nachdem sich die Jungschützen in den vergangenen zwei Jahren als Piraten verkleidet hatten, war das Motto ihres Zuges nun "Mittelalter". Entsprechend viele Ritter, Burgfräulein, Zauberer, Mönche und Fabelwesen tummelten sich um den seit Ende Dezember zur Burg umgebauten Karnevalswagen und verteilten Süßigkeiten und Gutscheine an die Narren am Straßenrand.

 

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2012: Jungschützen erobern Wanlo „Jetzt erst recht!"

 

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Im zweiten Jahr in Folge zogen die von Jugendwart Stefan Stepprath betreuten Jungschützen der St. Antonius-Sebastianus Bruderschaft Wanlo als Piraten verkleidet beim traditionellen Rosenmontagszug mit. Da sie im vergangenen Jahr durch einen Reifenschaden an ihrem Wagen „Schiffbruch erlitten" hatten, erweiterten sie ihren Schlachtruf „Wir erobern Wanlo" um ein angriffslustiges „Jetzt erst recht!"  Mit einem neuen und größeren Schiff auf Rädern, das mithilfe der Wanloer Kfz-Werkstatt Höing gebaut worden war und sogar eine integrierte Musikanlage erhalten hatte, erfüllten die „Jungpiraten" diesmal ihre Mission: Die 23 Kinder mit ihren Eltern stellten die größte Fußgruppe im Rosenmontagszug und verteilten kiloweise Süßigkeiten sowie Gutscheine an alle Narren am Straßenrand. Somit eroberten sie mit Leichtigkeit die Herzen der karnevalsbegeisterten Wanloer. Der Rosenmontagszug der KG „Wanloer Ströpp" war mit über 200 närrischen Teilnehmern bei besten Wetterbedingungen erneut sehr gut besucht.

 

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 Jungschützen im Rosenmontagszug 2011

 

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„Wir erobern Wanlo!“

Mit diesem Schlachtruf nahmen die Jungschützen der St. Antonius-Sebastianus Bruderschaft Wanlo am 2011er Rosenmontagszug in Wanlo teil. Bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen zogen die Jungschützen  und ihre Eltern als Piraten verkleidet durch das Dorf, in welches wieder hunderte von Zuschauern kamen. Der Jugendwart der Bruderschaft, Stefan Stepprath, hatte es bereits auf dem Jungschützentag 2010 geschafft,  viele Kinder für das Projekt zu begeistern.

So verwunderte es nicht, dass auf dem „Schützenschiff“ insgesamt 14 wilde Jungpiraten mitsegelten. Im Zug verteilten sie dann kiloweise Süßigkeiten und andere Leckereien. Außerdem brachten die Kinder noch 150 an Gummienten befestigte Gutscheine für das „Quietscheentchenwettrennen“ auf der Niers, das die Bruderschaft im Sommer 2011 veranstalten wird, unter das Volk. Die Jungschützen, die es geschafft haben, vor allem die Herzen der Wanloer zu „erobern“, ließen sich auch durch ein kleines Missgeschick zu Beginn des Zuges nicht aus der Ruhe bringen. Ihr in zweiwöchiger Arbeit aus einem Handkarren entstandenes und liebevoll verziertes Schiff war schon kurz nach dem Start des Rosenmontagszuges durch einen Reifenbruch havariert. Aber einen echten Piraten kann das doch nicht aufhalten – er entert einfach ein neues Schiff.

Ahoi und Helau!